Hallo, mein Blog ist übersiedelt!
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Mali-Anta - 1. Dezember, 12:32
Langsam komme ich wieder auf die Füße. Danke fürs Mitbeten. Vermutlich war vielen nicht klar wie sehr mir der Stress der letzten Wochen zu schaffen gemacht hat, vor allem das Hin- und Her rundum die Autoreparatur. Zur Zeit bin ich zwar oft noch sehr müde und kann nicht so viel tun wie ich gerne möchte, aber ich habe zumindest mein seelisches Gleichgewicht wieder gefunden.
Gleichzeitig sehe ich auch, wie Gott die Zeit gebraucht. Zum einem um mich Verschiedenes zu lehren. Zum anderen um mich mit verschiedenen Leuten in Kontakt zu bringen, die für meine Diss von Bedeutung sind. Ich will versuchen ein anderes Mal mehr darüber zu schreiben.
Mali-Anta - 23. November, 17:06
Gestern vor vier Wochen war unser Unfall. Für jene, die die Gebetsmail nicht gekriegt haben, hier ein Auszug von meinem Bericht, wie wir Gottes Bewahrung und Eingreifen an dem Tag erlebt haben:
"Diese Nachricht erreicht euch leider aus der Hauptstadt. Eigentlich wollten wir seit Freitag wieder daheim sein. Ich bin vor zwei Wochen her gefahren um Manuela abzuholen, die deutsche Kurzzeitmitarbeiterin, die mir in den nächsten sechs Monaten helfen wird. Letzten Donnerstag machten wir uns auf den Weg ins Dorf, hatten aber nach ca. 200 km einen Unfall. Ein Hinterreifen ist geplatzt, und beim Versuch das Auto zum Stehen zu bringen, haben wir eine halbe Drehung gemacht und sind auf dem Dach gelandet. Uns ist praktisch nichts passiert – wir hingen in den Sicherheitsgurten und konnten unversehrt selber aus dem Auto klettern, bevor die ersten Helfer stehen blieben. Wir sind mit unserem Gepäck noch am gleichen Tag zurück in die Hauptstadt gebracht worden und konnten das Auto in der Obhut von Freunden lassen. Das ist sozusagen die Kurzfassung, die euch aber nicht wirklich vermitteln kann, wie wir Gottes Eingreifen in dieser Situation erlebt haben.
Trotz dieser schlechten Nachricht haben wir viel Grund Gott zu danken:
- Für mein Handy, das mir in dieser Situation unschätzbare Dienste geleistet hat.
- Für zwei neue Autoreifen, die ich erst vor einer Woche gekauft habe.
- Für einen regenfreien Tag, was im Moment selten ist.
- Dass das Überschlagen relativ langsam vor sich ging und die Windschutzscheibe bis dahin hielt (nichts flog uns ins Gesicht).
- Für einen stabilen Dachträger, der das Autodach verstärkte (es war nur wenig eingedrückt).
- Dass fast alles Gepäck blieb wo es war, und nur das, was wir auf der hinteren Bank hatten, flog durcheinander (nichts flog aus dem Auto).
- Für unseren Direktor, der sofort viele Dinge aus der Hauptstadt organisierte.
- Für alle Helfer, die sofort an der Unfallstelle stehen blieben.
- Vor allem für ein Auto mit mehreren Mechanikern aus dem Nachbarland, die gerade einen LKW repariert hatten und auf der Rückreise waren.
- Sowie für einen Oberst, der früher Gouverneur (~Landeshauptmann) war, der mit seinem Auto stehen blieb, um den beiden Ausländerinnen zu helfen.
- Für die Mechaniker, die den geplatzten Reifen wechselten, das Auto wieder auf die Räder rollten und es so lange anschoben, bis es wieder funktionierte.
- Für einen der Mechaniker, der das Auto dann auch in die nächste Stadt fuhr trotz kaputter Windschutzscheibe (Manuela und ich wurden auf die zwei anderen Autos verteilt.)
- Für unseren langjährigen Freund Moussa der auf meinen Anruf hin kam, obwohl er kein eigenes Auto hatte, und dadurch 5 Stunden brauchte.
- Für Moussas Kollegen, die unser Auto in einer geschlossenen Garage aufbewahrten.
- Für die Gastfreundschaft von der Familie des Oberst, die uns in ihr Haus aufnahm, uns zum Mittagessen einlud und sich auch sonst in jeder Weise um uns kümmerte.
- Für unseren Kollegen, der uns nachfuhr (3 ½ Stunden Fahrt) und mit Manuela und einem Teil des Gepäcks am Nachmittag zurück fuhr.
- Für den Chauffeur des Oberst, der mich zu verschiedenen Besorgungen chauffierte.
- Für Moussa, der noch zwei Tage dort blieb, um die Reparatur des Autos zu überwachen.
- Für Moussas Chef, der gegen Abend kam, um zu sehen wie die Dinge liefen und mir ein Abendessen kaufen wollte.
- Für die Frau des Oberst, die mir ihr Auto mit Chauffeur zur Verfügung stellte, der mich dann am Abend mit dem Rest des Gepäcks in die Hauptstadt brachte.
- Für zwei ihrer Angestellten, die mit dem Bus in die Hauptstadt fuhren, um mir im Auto Platz zu machen.
- Für unser Gästehaus, wo wir wieder in die gleiche Wohnung einziehen konnte, die wir in der Früh verlassen hatten.
- Für guten Schlaf, wir hatten keinerlei Alpträume oder sonstige Nachwirkungen oder einen echten Schock.
Es ist einfach total erstaunlich, in wie vielen Dingen wir Gottes Hilfe erlebt haben, sowie die Gastfreundschaft der Malier von ihrer besten Seite. Vermutlich dadurch, und weil wir nicht verletzt sind, war es auch nicht so ein schwerer Schock. Uns geht es wirklich erstaunlich gut in Anbetracht der Umstände. Preist den Herrn!"
Mali-Anta - 6. Oktober, 12:21
"Sei geduldig mit allen,
aber vor allem mit dir selbst.
Ich meine, sei nicht entmutigt durch deine Unvollkommenheiten,
sondern stelle dich ihnen mit neuem Mut.
Wie können wir geduldig sein im Umgang mit den Fehlern unserer Nachbarn,
wenn wir ungeduldig sind im Umgang mit unseren eigenen?
Wer sich über sein eigenes Versagen aufregt, wird sie nicht korrigieren.
Alle hilfreiche Korrektur kommt aus einem ruhigen, friedlichen Geist."
(St. Francis de Sales)
Mali-Anta - 3. Juni, 21:43
Seit knapp drei Wochen nehme ich Unterricht in Bambara, eine der Verkehrssprachen Malis. Das ist völlig ungeplant, schien aber eine Eingebung vom Herrn. Ich hatte wohl als ich hier ankam (1999) einige Unterrichtsstunden gehabt, aber das reichte gerade um die wichtigsten Höflichkeitsformen zu kennen und am Markt Einkaufen zu gehen. Selbst da hatte ich in letzter Zeit Probleme, weil ich während meiner Abwesenheit einiges vergessen habe. Auch sonst merkte ich, dass meine mangelnden Bambara-Kenntnisse oft eine Quelle der Frustration waren. So kann ich mich z.B. nicht wirklich in der örtlichen Gemeinde engagieren, weil alles auf Bambara läuft. Der Pastor ist fast der einzige in der Gemeinde mit dem ich mich unterhalten kann. Auch in anderen Situationen wäre es oft hilfreich, etwas mehr Bambara zu können. Vor allem im Blick auf Christianes Abwesenheit, das sie sonst oft für mich übersetzt hat.
Da ich im Moment in der Hauptstadt bin, wo kaum jemand Djenaama, aber dafür fast alle Bambara sprechen, ist das ein idealer Zeitpunkt. Wir haben sogar eine Haushilfe, mit der ich mich nicht verständigen kann, weil sie nur Bambara spricht. Und so begann ich Anfang des Monats mich nach einem Lehrer umzusehen. Ich habe nun einen, der schon mit anderen Kollegen gearbeitet hat. Er ist ausgezeichnet, wenn auch nicht ganz billig. Ich treffe mich drei Mal pro Woche für eine Stunde mit ihm. Heute hat er mir gesagt, wie sehr er mit meinen Fortschritten zufrieden ist, nachdem ich meinte, unsere Unterhaltung holperte wie ein rostiges Auto. Das hat mich sehr ermutigt.
Mali-Anta - 24. Mai, 15:23
Gestern hatten wir den ersten großen Regen der Saison. Wie angenehm! Endlich Abkühlung nach der zunehmenden Hitze. Völlig ungewöhnt in der Wohnung nur 30 Grad zu haben. Es gab wohl schon einen Regen vor einer Woche, aber es war kein wirklich großer. Trotzdem war die Sonne heute stechend heiß. Aber das hilft den nächsten Regen vorzubereiten. Nun könne wir beten, dass das ganze Land genügend Regen und eine gute Ernte kriegt. In der Gegend von Djambakourou hängt das nicht nur vom Regen ab, sondern auch davon, ob das Flusswasser des Niger genug Land überflutet. (Leider verhindern immer mehr Staudämmen im Flussoberlauf, dass unsere Gegend genügend Flusswasser kriegt.)
Mali-Anta - 23. Mai, 15:14
Hallooo - Es gibt mich noch. :-) Nun melde ich mich nach einer langen Pause wieder.
Die letzten Wochen und Monate waren einfach zu turbulent um ans Bloggen zu denken. Außerdem hatte ich die Lust daran verloren, wegen der Formatierungsprobleme auf dieser Seite, die m.E. die Blogseite schwer leserlich machten. Nun habe ich es endlich geschafft, das Problem zu lösen.
Im Moment bin ich in der Hauptstadt und genieße es, mit Klimaanlage zu schlafen. Es macht schon einen Unterschied ob man bei 36 oder bei 28 Grad schläft. Auf die Weise komme ich langsam wieder auf gleich, nachdem ich die letzten Wochen zusätzlich zur Hitze mit einer Erkältung gekämpft habe. Eine äußerst schlechte Kombination. Kein Wunder also, dass viel liegenblieb und die Inbox überfliesst.
Gerade stellte ich fest, dass ich das Aquarell "Zerbrochener Krug" vor genau einem Jahr gepostet habe. Zeit, dass ich wieder etwas Neues male. Vielleicht nächstes Wochenende?
Mali-Anta - 8. Mai, 21:11
Morgen ist es also soweit. Die große Prüfung. Noch arbeite ich mich durch die Notizen von 25 Büchern durch und versuche die Schlüsselgedanken zu merken. Aber irgendwie will mein Gehirn nicht mehr.
Mali-Anta - 23. Dezember, 01:05
Diese Woche hat viel besser begonnen. Ich habe bereits zwei weitere Bücher geschafft. Danke fürs Mitbeten.
Ich hatte schon letzte Woche so den Verdacht, dass die Anhäufung von Problemen geistlicher Angriff sein könnte. Dieses Wochenende gab es zwei wichtige Termine, deren geistliche Tragweite ich nur teilweise abschätzen kann.
Am Samstag haben Freunde meine Wohnung in Wien ausgeräumt. Die Entscheidung dieses Zuhause aufzugeben, fällt mir nicht leicht, aber war eine klare Führung. Und so lebe ich in der Erwartung, was wohl Gott genau damit vorhat. Ob mich der Feind im letzten Moment davon abhalten wollte? Es lag auf jeden Fall Gottes Segen darauf. Nicht nur, dass im letzten Moment noch zusätzliche Helfer kamen, aber auch wie Gott den einzelnen Kraft und Gelingen geschenkt hat war bemerkenswert. PTL
Am Sonntag konnte ich meine Arbeit in der hiesigen Gemeinde vorstellen. Nach dem Gottesdienst gab es gemeinsames Mittagessen währenddessen ich berichtete. Gott schenkte ein erstaunliches Zusammenwachsen mit der Gemeinde, die ich erst seit kurzer Zeit kenne. Das zeigte sich u.a. in den vielen tiefgehenden Fragen, der sehr intensiven Gebetszeit, und den 25 neuen Gebetspartnern, die sich in die Liste eingetragen haben. Das ganze Meeting ging über zweieinhalb Stunden. Wow!
Mali-Anta - 7. Dezember, 01:43
Ich habe schon bessere Tage gehabt. Und bessere Wochen. Diese Woche war gefüllt mit Unterbrechungen, Problemen und Frustrationen.
Eigentlich ist mein Programm im Moment - ein Buch pro Tag. Auf die Weise bereite ich mich auf das Zulassungsexamen zum Doktoratsstudium vor das in drei Wochen stattfindet. Allerdings habe ich gerade erst Buch no. 2 dieser Woche geschafft, statt Buch no. 5.
Hoffen wir, dass nächste Woche besser wird. Danke, wenn ihr dafür betet.
Mali-Anta - 3. Dezember, 02:17